Technik

Unser Spezielgebiet ist der Zugang und die Arbeit im Seil.

Seilzugangstechnik (SZT) findet immer dann Anwendung wenn man mit konventionellen Mitteln (Gerüst, Hubsteiger, etc.) nicht mehr arbeiten kann oder die Kosten für die Arbeit nicht im Verhältnis stehen.

Die SZT erlaubt es uns an so gut wie jedem Ort / Objekt Arbeiten im Seil zu verrichten.

Für die Arbeit im Baum sind andere Techniken notwendig und vorgeschrieben als in der Industrie und umgekehrt.

 

Es gibt die SKT und die SZP

 

SKT = Seil Kletter Technik (speziell für Baumarbeiten)

Als Technik bei Baumarbeiten kommt die englische Doppelseiltechnik zum Einsatz.

Diese ermöglicht es uns jeden Punkt im Baum und in der Baumkrone zu erreichen.

Die Doppelseiltechnik ist die baumschonendste Maßnahme um Baumarbeiten durchzuführen. 

 

Seit ein paar Jahren ist durch die Berufsgenossenschaft auch die verwendung der Motorsäge im Seil legitimiert.

Hier gelten spezielle Vorschriften und eine erweiterte Ausbildung und Ausrüstung ist notwendig.

Zum Beispiel (keine vollständige Aufzählung):

  • Motorsägenarbeiten von Leitern aus sind Verboten
  • mindestens ein System muss durchtrennhemmend ausgeführt sein
  • Schnittschutzkleidung ist wie bei jeder Arbeit mit der Motorsäge Pflicht. Auch am Boden.
  • Mindestens zwei in der SKT B ausgebildete Kletterer vor Ort um die Rettung zu gewährleisten.

Es ist uns auch möglich schwerste Stamm-/ Baumteile mit Hilfe von speziellen Techniken und Systemen zu händeln und diese zu Boden zu lassen.

 

SZP = Seilzugangs und Positionierungsverfahren (früher Seilzugangstechnik)

Auch hier ist es möglich nahezu jeden Punkt an einem Objekt zu erreichen.

Die SZP und die SKT unterscheiden sich nur in einem wesentlichen Punkt voneinander.

Bei der SZP wird permanent mit einem redundanten (zweites unabhängiges System) gearbeitet.

Das zweite System übernimmt bei Versagen des ersten Systems dessen volle Funktion.

Bei der SKT ist es zulässig sich mit nur einem System im Baum zu bewegen. Hat man seine Arbeitsposition erreicht, ist auch in der SKT ein zweites System Pflicht so dass man auch wieder redundnat (doppelt) gesichert ist.

 

Auch hier können wir mit speziellen Riggingsystemen Lasten heben, bewegen und positionieren.

 

Redundante Systeme

 

Permannet in der SKT mit zwei Systemen zu klettern wäre theoretisch möglich, schränkt aber die Bewegungsfreiheit ein. Da man sich im Baum dreidimensional bewegt und nicht wie in der Industrie nur zweidimensional (vereinfacht gesagt nur hoch und / oder runter) würden sich zwei Systeme unweigerlich im Geäst "verheddern" und so zu einem Unsicherheitsfaktor werden.  

 

Bei beiden Verfahren ist folgendes zu beachten:

 

Wenn ein Verfahren der Seilzugangstechnik zum Einsatz kommt kann an diesem Arbeitsplatz nicht mit schwerem Gerät wie Hubsteiger, Kran, etc. gearbeitet werden (nach dem TOP Prinzip, Gefährdungsbeurteilung). Folglich kann dann keine Rettung durch eine Hilfsorganisation wie Feuerwehr, THW, etc. erfolgen. Hier wäre ein schnell verfügbares Rettungsmittel ein Hubrettungsfahrzeug (Drehleiter), denn die meisten Hilfsorganisationen verfügen in der Regel nicht über eine spezielle Höhenrettungsgruppe die die Rettung durchführen kann. Dies ist immer abhängig von den örtlich üblichen Gefahren (Hochhäuser, Industrie, etc.).

 

Die Rettung muss aber in jedem Fall gewährleistet sein!!!!!

 

Also bleibt nur die sog. Kollegenrettung. Diese ist aber nur möglich wenn mindestens zwei ausgebildetet Kletterer vor Ort sind.

 

Egal welche Technik zum Einsatz kommt, alle geforderten Sicherheitsbestimmungen werden von uns eingehalten.